Epigenetik? - Epigenethik? - Epigenome NOE

Öffentliches Wissenschaftsportal. Epigenom-Exzellenznetzwerk veröffentlicht: einem europäischen Forschungsnetzwerk, das sich der Unterstützung hochkarätiger Forschung auf dem schnell expandierenden Gebiet der Epigenetik widmet

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Die Kraft der Wissenschaft von
Kurz gefasst

Epigenethik?

Bei der Geburt einer neuen Technologie muss die Gesellschaft immer auch das innewohnende Missbrauchspotenzial im Auge behalten, insbesondere wenn es sich um leistungsstarke Technologien handelt, die die Welt, wie wir sie kennen, verändern könnten. Die Epigenetik eröffnet uns die Möglichkeit, Genome ohne genetische Modifikation neu zu programmieren. Dieses neue Wissen bildet die Grundlage für Klontechnologien und die Anwendung stammzellbasierter Therapien, die beide Gegenstand beträchtlicher Kontroversen waren und sind. In den richtigen Händen aber haben solche Technologien ein großes Potenzial, Positives zu bewirken. Darüber hinaus beschränkt die europäische Gesetzgebung rund um das Klonen und die menschliche embryonale Stammzellforschung die Möglichkeiten für Missbrauch streng.

Brona McVittie berichtet :: Juni 2006
Übersetzung:
Tanja Wohlgemut und Susanne Weber

Hier sehen Sie, was die Wissenschaftler dazu zu sagen haben:
„Die Stammzellforschung könnte einen Weg für die Entdeckung neuer therapeutischer Wirkstoffe bahnen, die die schlimmsten menschlichen Krankheiten heilen oder ihnen sogar vorbeugen könnten. Wir müssen alle gemeinsam entscheiden, ob wir zu solchen Untersuchungen berechtigt sind, denn es werden – zumindest derzeit noch – sehr frühe Embryos benötigt, um Stammzellen für die Forschung zu gewinnen. Sollen wir uns von dieser einzigartigen Möglichkeit abwenden, die die Behandlung von Krankheiten wie Krebs revolutionieren könnte, oder sollten wir die Frage sensibel angehen – mit entsprechenden ethischen Richtlinien, die klare Regeln aufstellen, sodass wir uns vorwärts bewegen können? Wissenschaftler haben nicht auf alles eine Antwort, aber ohne weitere Forschungen werden wir niemals erfahren, welche medizinischen Fortschritte möglich sind und welche es eventuell sogar möglich machen, Stammzellen direkt aus adulten Zellen zu gewinnen, ohne auf Embryos zurückzugreifen.“
Azim Surani (Cambridge, Großbritannien)

„Als ich mit transgenen Fröschen arbeitete, habe ich einmal mit meiner Frisöse über meinen Job gesprochen. Als sie hörte, was ich mache, sagte sie: ‚Was für eine Schande. Sie sollten so etwas nicht tun. Gott hat den Frosch so erschaffen, wie er ist und man sollte nicht versuchen, ihn zu ändern.’ Auf der anderen Seite glauben viele Leute, dass das menschliche Klonen und die Stammzellforschung Wunder bewirken können. Es gibt keinen Zweifel, dass Stammzellen ein großes therapeutisches Potenzial besitzen. Jedoch sind wir noch weit davon entfernt vollständig zu verstehen, wie das Genom funktioniert.“
Irina Stancheva (Edinburgh, Großbritannien)

„Die schon lange bestehende Frage, inwieweit wir genetisch (=von der Natur)vorprogrammiert oder aber von der Umwelt geprägt sind, zieht die Frage nach sich: inwieweit wirkt sich genetische Determination gegenüber umweltbedingten Signalen auf die Entwicklung und das persönliche Profil der jeweiligen Lebewesen aus? Dank epigenetischer Forschungen wissen wir jetzt, dass es Mechanismen gibt, die über den genetischen Determinismus hinausgehen (es gibt kein „intelligentes Design“). Und dies beschert uns die Freiheit, als unverwechselbare, einmalige Individuen zu leben. Am besten lässt sich das am Beispiel von genetisch identischen (eineiigen) Zwillingen erläutern, die völlig unterschiedliche Krankheitsprofile und Lebensprognosen entwickeln können. Daher „sind wir mehr als die Summe unserer Gene“ und es ist anzunehmen, dass die epigenetische Forschung signifikante Auswirkungen auf kulturelle und ethische Werte in unserer „post-genomischen“ Gesellschaft haben wird.“
Thomas Jenuwein (Wien, Österreich)

„Man weiß nie, wohin die Grundlagenforschung führen wird. Einstein sagte voraus, dass die Herstellung einer Atombombe möglich ist. Er mochte den Gedanken nicht, aber er sah die Möglichkeit voraus und er konnte es nicht mehr verhindern, sobald das entsprechende Wissen vorhanden war. Ich vermute, es ist unsere Pflicht als Wissenschaftler, die Leute darüber aufzuklären, was möglich ist und was nicht. Aber die letztendliche Entscheidung, wie es verwendet wird, liegt wahrscheinlich nicht bei uns, sondern bei der Gesellschaft. Das Problem ist, dass die Politik und die öffentliche Meinung bei diesen Themen immer zirka 5 Jahre hinterherhinken. Formell wird für jedes Stück fremder DNA, das wir in einen Organismus einsetzen – ob es sich dabei um eine Bakterie oder eine Fruchtfliege handelt – eine Genehmigung benötigt.“
Bas van Steensel (Amsterdam, Niederlande)
 

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