Epigenetik? - Die Glückskatze - Epigenome NOE

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Rainbow, die “genetische” Mutter von Carbon Copy
Fotos mit freundlicher Genehmigung des College of Veterinary Medicine and Biomedical Sciences, Texas A&M
Kurz gefasst

Die Glückskatze

Die geklonte Miezekatze mit zwei Mamas

Brona McVittie berichtet :: Juni 2006
Übersetzung:
Tanja Wohlgemut und Susanne Weber

Unsere letzte Katze habe ich nach der berühmten irischen Dunkelbiersorte benannt, weil mich ihr geflecktes Fell an ein Glas Guinness erinnerte, bei dem sich der Schaum setzt. Wenn ich 25.000 Pfund übrig hätte und Guinness noch am Leben wäre, könnte ich eventuell darüber nachdenken, sie klonen zu lassen. Aber wahrscheinlich würde ich mich über das neue Kätzchen ei wenig ärgern, denn es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass es meiner geliebten  Mieze ähneln würde. Die erste geklonte Katze, Carbon Copy (engl. für Durchschlagkopie), wurde in Texas aus einer Calico (=Glücks)-Katze wie Guinness erschaffen. Aber die Miezekatze stellte sich überhaupt nicht als “Durchschlagkopie” heraus, obwohl ihre DNA mit der ihrer genetischen „Mutter“ Rainbow identisch war.

Dies lässt sich teils mit dem epigenetischen Phänomen der X-Inaktivierung erklären. Calico-Katzen sind immer weiblich, das heißt sie haben zwei X-Chromosomen in jeder Zelle. Das Gen für orangefarbenes Fell befindet sich auf dem X-Chromosom, jedoch gibt es eine andere Version (Allel) dieses Gens, das schwarzes Fell hervorbringt. Bei weiblichen Katzen (XX) wird ein X-Chromosom in jeder Zelle ausgeschaltet (inaktiviert) – wenn also ein Weibchen jeweils eines der beiden Allele (orange und schwarz) erbt, zeigen sich auf ihrem Fell Flecken beider Farben.

Der Prozess der Inaktivierung geschieht nach dem Zufallsprinzip und deshalb entsteht beim Klonen einer Calico-Katze nie das gleiche Fellmuster. Carbon Copy zum Beispiel wurde aus einer Eizelle erschaffen, deren Zellkern durch einen Zellkern von Rainbow ersetzt wurde. Die Zelle, aus der Carbon Copy geklont wurde, hatte ein inaktives X-Chromosom, jedoch reaktiviert das Entwicklungsprogramm beide X-Chromosome und der Prozess der Inaktivierung läuft daraufhin zufällig ab. Daraus resultiert ein komplett unterschiedliches Fellmuster, selbst wenn zwei (Katzen)-Individuen genetisch identisch sind.

Die Handvoll Millionäre, die die Zellen ihrer wertvollen Haustiere einlagern haben  lassen , zahlen vielleicht Unsummen für ein Tier, das nicht notwendigerweise ihrem Liebling gleichen wird. Anstatt über 400 Pfund für das Privileg an sich und 50 Pfund pro Jahr für die Aufbewahrung zu zahlen, plus die ziemlich überhöhte Klongebühr, wenn ihr Haustier das Zeitliche segnet, könnte man sie vielleicht davon überzeugen, lieber eines der vielen Millionen ausgesetzten Haustiere anzunehmen, die ansonst eingeschläfert werden.
 

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