Epigenetik? - Krebs - Epigenome NOE

Öffentliches Wissenschaftsportal. Epigenom-Exzellenznetzwerk veröffentlicht: einem europäischen Forschungsnetzwerk, das sich der Unterstützung hochkarätiger Forschung auf dem schnell expandierenden Gebiet der Epigenetik widmet

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Prostatakrebsgewebe (niedriggradig nach dem Gleason-Score), gefärbt mit einem Antikörper für eine methylierte Aminosäure innerhalb des Histons H4
Foto von David Seligson, mit freundlicher Genehmigung von Siavash Kurdistani, UCLA Department of Biological Chemistry, LA, USA
Kurz gefasst

Krebs

Krebs kann jeden betreffen: jung oder alt, reich oder arm. Mehr als ein Zehntel aller Todesfälle weltweit im Jahre 2000 wurden durch bösartige Tumoren verursacht. Auch wenn Sie selbst nie Krebs bekommen, kennen Sie zweifellos jemanden, der Krebs hat oder haben wird. Vor ein paar Jahren schätzte die Weltgesundheitsorganisation, dass sich die Krebsraten bis 2020 verdoppeln und 15 Millionen Menschen weltweit davon betroffen sein werden.

Brona McVittie berichtet :: Juni 2006
Übersetzung:
Tanja Wohlgemut und Susanne Weber

Wie sieht es also mit einer Heilmethode aus?
Die Suche nach einer “Heilmethode” wird durch die Tatsache erschwert, dass es sich bei Krebs nicht um ein und dieselbe Krankheit handelt, sondern um einen Überbegriff für eine Vielzahl von Funktionsstörungen. Es gibt über hundert verschiedene Arten – wobei Lungenkrebs die häufigste ist. Aber selbst wenn wir uns auf eine bestimmte Krebsart beschränken, ist die Vielzahl an verschiedenen Ursachen und Symptomatiken dieser Krankheiten überwältigend. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass eine allgemeine Heilmethode für Krebs ein fernes Ziel bleibt.

Auf der positiven Seite ist zu sagen, dass wir heutzutage viel besser über Krebserkrankungen und ihre potenziellen Ursachen Bescheid wissen. Viele von uns haben ihren Lebensstil deshalb geändert, denn wir sind uns heute darüber bewusst, dass Heilung nicht die Antwort ist. Die Gesundheitsfürsorge bietet mittlerweile Vorsorgeuntersuchungen für Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs an. Dadurch können Erkrankungen heute in einem viel früheren Stadium erkannt werden und es ist wahrscheinlicher, dass die Patienten von einer Behandlung profitieren.

Die verfügbaren Behandlungen sind jedoch bei weitem noch nicht ausgereift. Der Prostatakrebs zum Beispiel variiert von Patient zu Patient sehr stark und es gibt noch keine verbindliche Methode, um einzuschätzen, welche Art von Behandlung ein Patient erhalten sollte. Ein Mann, der an einem nach dem Gleason-Score niedriggradigen Krebs leidet, kann trotzdem zu einem späteren Zeitpunkt noch an einem aggressiven Tumor erkranken. Sollten sich Ärzte auf den Gleason-Score verlassen, um über den Umfang und die Dauer einer Chemotherapie zu entscheiden? Eher nicht – jedoch sind die Alternativen derzeit begrenzt. Glücklicherweise hat sich die Epigenetik in letzter Zeit als Trumpf in Bezug auf die Krebsdiagnostik erwiesen. Die Enzyme, die Histone modifizieren, verhalten sich beim Fortschreiten von Prostatatumoren unterschiedlich. Wissenschaftler können sich ein gutes Bild machen, indem sie sich die Enden von Histonen in den Tumoren verschiedener Patienten anschauen. Offenbar können Muster globaler Histonmodifikationen als Indikator für den zukünftigen Krankheitsverlauf dienen. Das epigenetische Profiling von Tumoren könnte in Verbindung mit unserem Wissen über risikobehaftete Mutationen ein Wegbereiter sein, Krebsbehandlungen meist individualisiert zu gestalten.
 

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