Die Antwort liegt in den Genen,  wie bei so vielen Aspekten des Krebsrisikos. Im Fall von Folsäure und Alkohol könnte das an einem Gen namens MTHFR liegen. Dieser Name wirkt vielleicht noch von vorher ein bisschen bekannt, denn es handelt sich um das Enzym Methylenetetrahydrofolat-Reduktase, das eine entscheidende Rolle im Folsäurestoffwechsel spielt. Wir wissen, dass Menschen drei verschiedene Versionen der DNA-Sequenz haben können, die das MTHFR-Gen kodieren – CC, CT oder TT. Diese Buchstaben entsprechen spezifischen Änderungen in den individuellen „Buchstaben“ des DNA-Kodes innerhalb des Gens.

Einige Forscher fanden heraus, dass Menschen mit der TT Version im Vergleich zu Menschen mit den CT oder CC Versionen anfälliger für die krebserregenden Effekte starken Trinkens und einer folsäurearmen Ernährung sein könnten. Es gibt auch Hinweise, die auf eine Verbindung zwischen einem erhöhten Brustkrebsrisiko in Kombination mit Folsäuremangel deuten.

Andere haben wiederum entdeckt, dass der TT-Typ durch seine Gene tatsächlich vor Krebs geschützt sein könnte. Es ist offensichtlich, dass weitere Forschungen, insbesondere groß angelegte genetische Studien, notwendig sind, bevor wir wirklich die Bedeutung von Umwelteinflüssen (d.h. unseren Ernährungs- und Trinkgewohnheiten) auf unsere zugrunde liegenden genetischen Anlagen verstehen.