Die Lebensraum- und Verhaltensanreicherung wird von Tierpflegern in Zoos eingesetzt um das Wohlbefinden und die Lebensqualität der betreuten Tiere zu heben. Dazu gehört auch Wege zu finden, wie sowohl kognitive als auch physische Aktivitäten durch Spiele und Aufgaben angeregt werden können.  Dies stellt die beste Annäherung beim Tier an menschliche Bildung dar.  Alena Savonenko und ihr Team an der Johns Hopkins School of Medicine in Maryland setzen Lebensraum- und Verhaltensanreicherung ein, um die Verbindung zwischen erhöhter geistiger Aktivität während der Lösung einer Aufgabe und Verbesserungen von Demenzsymptomen bei Mäusen mit Alzheimer zu erforschen. Zuerst testeten sie die Erinnerungsfähigkeit einer Maus in einem Morris-Wasserlabyrinth, in dem eine Maus, die erpicht darauf ist den Kopf über Wasser zu halten, eine  Rettungsplattform unter dem Wasserspiegel finden muss. Ein zweiter Test untersuchte inwieweit ein Schock eine Auswirkung auf das Gedächtnis haben kann: Wenn man einer Maus zugleich ein unübliches Objekt zeigt und eine lautes Geräusch macht, wird sie vor Angst erstarren. Wenn die Maus nun ein erhöhtes Potential für Lernen hat, reicht ein erneutes Zeigen des Objekts aus, um den Angstreflex auszulösen. Alzheimer Mäuse, die unter angereicherten Lebensumständen gehalten wurden, erbrachten bei beiden Gedächtnistests bessere Leistungen, was die Idee unterstützt, dass kognitive Stimulation den Alzheimer-bedingten Abbau verlangsamt.