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In Neils Forschungslabor in London gibt es jede Menge weibliche Wissenschaftler. Dies ist keine Überraschung, wenn man sich vor Augen hält, dass sich sein Interesse auf die weiblichen Geschlechtschromosome sowie darauf konzentriert, was für ihre Ausschaltung verantwortlich ist. Bei jeder Frau ist die Hälfte der X-Chromosomen, die ihr Vater an sie weitergegeben hat, sowie die Hälfte der Chromosomen von der Mutter ausgeschaltet. Dieses Mosaikmuster ist bei allen Säugetieren gleich und die daraus resultierende Variation geht über die allein in unserer DNA enthaltene hinaus. Neil war an der Entdeckung eines Gens namens Xist (vom englischen „exist“) beteiligt, welches ein Molekül produziert, das der DNA ähnelt. Dieses lagert sich an das X-Chromosom an und blockiert so die Genaktivität physisch.